Der Feminismus

FeminismusFeminismus leitet sich aus dem lateinischen Wort femina ab, dass Frau bedeutet. Der Begriff bezeichnet als solches sowohl eine soziale Bewegung, wie auch eine akademische Ausrichtung, die sich mit der Gleichberechtigung, der Menschenwürde sowie ganz im Speziellen mit der weiblichen Selbstbestimmung beschäftigt. Feminismus lehnt im Übrigen Sexismus ab. Er verweist vielmehr auf politische Theorien, die sich mit den gesamtgesellschaftlichen Verhältnissen, dem Wandel der sozialen Ordnung, aber auch und vor allem mit den Geschlechterverhältnissen auseinander setzen.

Die geschichtliche Entwicklung des Feminismus

Erste Bestrebungen, um für Frauenrechte einzustehen, gab es bereits im Zuge des 18. Jahrhunderts während der Französischen Revolution. Im Jahre 1918 legte jedoch die Weimarer Republik einen Grundstein für die Frauen. Denn ab diesem Zeitpunkt gab es das Frauenwahlrecht. Bei der ersten Wahl in der Frauen wählen durften, hatten sie eine Beteiligungsquote von 82 %.

Wurden die Stimmen noch während des ersten Weltkriegs laut, dass man Frauen dringend auch als Arbeitskraft in der Industrie benötigen würde, hörten sich diese Stimmen bereits vollkommen anders an, nach dem Ende des 1. Weltkrieges. Es herrschte vor Ort ein Frauenüberschuss und es gab natürlich auch, rein wirtschaftlich, viel zu wenig Arbeit. Hieß es einst Frauen sollen arbeiten, gab es nun eine Rückbesinnung auf die traditionellen Werte. Und das bedeutete die Frau sollte nun zurück an den Herd und dem Mann wieder das Feld überlassen. Diese damalige Entwicklung galt als eine der größeren Rückschläge der Frauenbewegungen. Im Jahre 1929 gipfelte diese Ungerechtigkeit im Übrigen darin, dass ein Großteil der Frauen arbeitslos wurde und keine Sozialunterstützung erhielt. Viel mehr forderte man aktiv, dass sie sich nun einen Mann und Versorger suchen sollten.

Dieser Umstand führte dazu, dass viele Frauen sich unglücklich in eine Ehe aus reiner Not flüchteten oder gar den Weg der Prostitution gingen. Im Jahre 1930 bemängelte man von offizieller Seite, dass viele Frauen, ca. 50.000, an den Folgen von unprofessionellen Abtreibungen starben. Es gab keinen Zugang in der damaligen Zeit zu Verhütungsmitteln und so war eine Abtreibung eine der letzten Optionen einer Frau. Im Zuge der Naziherrschaft limitierte man die Rolle der Frau zunehmend auf die Muttereigenschaft, auch hier war von Emanzipation keine Spur mehr.

Stadt in der NachkriegszeitIm Zuge der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges wurde die Rolle der Frau primär auf den Fokus Wiederaufbau gerichtet. Den Löwenanteil des Wiederaufbaus verrichteten Frauen. Die Männer kamen später traumatisiert aus den Gefangenenlagern. In den darauffolgenden Jahren wurden Frauen erneut in die Position Heim und Herd zurückgedrängt und über weite Teile fügten sich die Frauen auch in dieses Bild. So wurden sie in den darauffolgenden Jahren zwar offiziell laut Grundgesetz gleichgestellt, es existierten jedoch einige gravierende Benachteiligungen. So durften Frauen beispielsweise nicht ohne die Zustimmung Ihres Ehemannes ein Konto eröffnen oder einen Arbeitsvertrag unterschreiben.

Die Neue Frauenbewegung

Richtig interessant wurde es ab den 1960er Jahren. Hier wurde die Pille eingeführt und Frauen erfuhren eine sexuelle Freiheit, die sie vorher noch nicht kannten. In den kommenden Jahren vollzog sich ein fundamentaler Wandel in der Geschichte der Frauen. Gleichberechtigung wurde zunehmend in beinahe allen Facetten gelebt. Frauenrechtlerinnen, wie Alice Schwarzer, die sich bis heute vehement für die Belange der Frauen insbesondere mit ihrem Magazin Emma einsetzte, galt als Stimme diverser Frauenrechtsbewegungen. Heutzutage sind zahlreiche Frauenvertreter direkt in der Politik per Position verhaftet, um über die Gleichberechtigung zu wachen und sie auch zu schützen. Es wurden nun auch auf politischer Ebene verankert, dass es eine Frauenquote bei Führungskräften zu geben hat. Das greift vor allem bei DAX Unternehmen.

Die Frauenbewegungen haben sich von Untergrundorganisationen von einst zu politisch stark verankerten Rollen im aktuellen Zeitgeschehen entwickelt. Es wurde hier in den vergangenen Jahrzehnten viel Entwicklungsarbeit geleistet, von der Mädchen und Frauen heutzutage aber auch zukünftig stark partizipieren.

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